Das UHD Projekt zielt darauf ab die Arbeitsbedingungen von zivilgesellschaftlichen Akteuren durch Aufklärung und politische Reformen zu verbessern. Dazu werden sieben Politik- und Aufklärungsveranstaltungen in jedem Partnerland stattfinden. In diesen Veranstaltungen kommen verschiedene Stakeholder zusammen, um in einen Dialog zu treten und politische Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Die erste lokale Runde fand online am Donnerstagabend in Thüringen statt. CGE-Erfurt koordiniert das UHD-Projekt, das vom Programm Europe for Citizens finanziert wird

Zur Podiumsdiskussion „Zivilgesellschaft in Thüringen – ist das Kunst, oder kann das weg?“ tauschten vier unterschiedliche Akteure aus der Thüringer Zivilgesellschaft ihre Standpunkte aus: 

• Anna Allstädt, Projekt Manager Klanggerüst e.V.

• Klaus Engelmann, Vorsitzender LV Deutsche Schreberjugend Thüringen e.V.

• Steffen Präger, Geschäftsführer Plattform e.V.

• Falko Stolp, Schulleiter Gemeinschaftsschule am Roten Berg

Das Podium diskutierte die Frage was die Zivilgesellschaft in Thüringen leisten kann und wie das Bundesland umgedreht die Zivilgesellschaft unterstützt. Dabei erstreckte sich die Diskussion vom generellen Wert der Zivilgesellschaft über deren Rolle für den Aufbau von Demokratie und lokalen Gemeinschaften bis zu der Bedeutung von engagierten jungen Menschen und die Aufgabe der Zivilgesellschaft im politischen Prozess.

Im Zentrum der Veranstaltung stand in der Diskussion die Frage was eigentlich zivilgesellschaftliche Akteure sind und wie ihre gesellschaftliche Verortung aussehen kann. Dabei wurde klar, dass sich viele zivilgesellschaftliche Akteure nicht mehr in konventionelle Kategorien zuordnen lassen – vielmehr entwickelt sich neben traditionell ehrenamtlich Engagierten mit hohem Tempo eine eigene Branche von professionellen und hauptberuflichen Sozialunternehmer*innen, die mit ihren Angeboten in der Zivilgesellschaft wirken.

Dem dynamischen Auftritt dieser neuen Akteure einerseits stehen auf der anderen Seite sehr wenig angepasste strukturelle Rahmenbedingungen gegenüber, vor allem was die Bereiche Förderung, Evaluation oder das Verhältnis zu Bürgerbeteiligung betrifft. Durch die, im weiteren Verlauf der Veranstaltung von vielen Beiträgen aus dem Publikum vorangetriebene, Diskussion wurde klar: Die Entwicklung neuer zivilgesellschaftlicher Akteure bringt die Frage nach den „Spielregeln“ derselben mit sich und fordert ein Umdenken über Rolle und Funktion von Zivilgesellschaft in einer Demokratie.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema wird in verschiedene Veranstaltungen in Deutschland und parallel dazu von den verschiedenen UHD-Partnern in Europa fortgesetzt.

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